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Mente Capti (2006)        
 
         
01 - Collaudemus
02 - Der letzte Kuss
03 - Die sieben Kostbarkeiten
04 - Twa Corbies
05 - Freigang
06 - Gelobtes Land
07 - Die Marionette
08 - Weisse Fesseln
09 - Galapagos
10 - Gaudete
11 - Sal Bybon Bonh
12 - Tanz mit mir
13 - Mente Capti
14 - Osmanish
15 - Ein Märchen?
16 - Follow me up to Carlow
17 - Pank!
18 - Zweiundzwanzig Jahre
19 - Bonus: Die Rabenballade
   


01 - Collaudemus nach oben
 

Collaudemus collaudemus christum regem
qui natus in betlehem

Quem laudat sol quem laudat sol at que luna
universa creatura

Ad quem reges ad quem reges ambulabant
aurum thus myrrham portabant

Qui sit laus qui sit laus et gloria
per saeculorum saecula

 
02 - Der letzte Kuss nach oben
 

Er sieht sie jede Nacht im Traum
grelles Licht erfüllt den Raum
sie hält sie in ihrer Hand
eine Rose von Feuer gebrannt

Pre-Chorus:
Es war der letzte Kuss, den er vergaß
der letzte Kuss, wie die Rose so schwarz

Chorus:
Er legt die Blume an ihr Grab
er sieht sie wieder in seinem Schlaf
sie noch einmal zu wecken
ihre Lippen noch einmal zu schmecken

In jener Nacht war es so warm
das Feuer das sie nahm
ihre Schmerzen die er teilt
in alle Ewigkeit zu zweit

Du bist weg, ich will hinaus aus mir
es hat kein Zweck mehr, ich will hinauf zu dir
ich kann nicht alleine, ich brauche dich hier
und ich weiß, dass ich geh und mich auch verlier'

 
04 - Twa Corbies nach oben
 

As I was walking all alane
I heard twa corbies makin' a mane
The tane untae the tither did say-o
Where shall we gang and dine the day-o

In behint yon auld fell dyke
I wat there lies a new slain knight
And naebody kens that he lies there-o
But his hawk and his hound and his lady fair-o

His hound is tae the hunting gane
His hawk tae fetch the wild-fowl hame
His lady's ta'en anither mate-o
So we maun make our dinner sweet-o

He'll sit on his white hause-bane
And I'll pike out his bonny blue een
Wi mony a lock o his gowden hair-o
We'll theek our nest when it grows bare-o

Mony a one for him makes mane
But nane shall ken where he is gane
O’er his white bones when they are bare-o
The wind shall blow for ever mair-o

 
05 - Freigang nach oben
 

Sie hatten nie mit uns Geduld
sie gaben keinem außer uns die Schuld
sie sagten wir gehören eingesperrt
sie sagten Taler wär’n wir keine wert
wir fanden einen Weg hinaus von dort
einen Weg hinaus aus diesem grauen Ort
wir brachen Türen, Wände, Schranken auf
wir brachen auf, brachen aus, aus diesem kranken Haus

Chorus:
Man hat uns weg geschlossen
sie haben es genossen
der Wahnsinn lässt uns nicht mehr los
wir sind auf Freigang
ihr habt nach uns gerufen
ihr habt mit uns geblutet
seid ihr verrückt? Komm mit uns mit
wir sind auf Freigang

Sie gaben schnell die Hoffnung auf
sie sagten allesamt wir sehen zum Kotzen aus
sie verpackten uns in weiße Jacken
und wollten, dass wir nie mehr eine Reise machen
wir kriegten Pillen und elektrische Ladung
kriegten Medizin und bekamen keine Nahrung
die Drogen und die Worte taugten nicht
wir brachen auf, ja, wir nutzten diesen Augenblick

 
07 -Die Marionette nach oben
 

Sie hängt an der Wand und lebt doch ist tot
die Meisterin kommt und die Fäden geh’n hoch
sie bewegt sich und macht alles was sie sagt
der Griff an das Seil in der Nacht und am Tag

Es ist Neid
weil ich dich auch gern hätte
meine kleine Marionette

Ich bin entzückt bin voll von Glück
ihr kalter Bann er zieht mich an

Chorus:
Lauf meine Kleine
ich zeige dir deinen Weg
sie läuft nicht alleine
sie bleibt nicht hier weil sie geht, lauf

Sie hat die allerschönste Puppe im Land
hasserfüllt sitzt sie und beginnt ihr Werk
sie nimmt die starken Fäden in die Hand
lässt sie laufen und nun schlägt ihr Herz

Ich möchte dein sein ich will dich erretten
doch die Seile schneiden tief in dein Fleisch
du bist gefangen durch die seidenen Ketten
dein Wille stirbt und verfliegt mit der Zeit

 
08 - Weiße Fesseln nach oben
 

Ich habe mich unzählig tausende Male gesucht in mir
und tausende Male in tausenden Tagen der Ruf nach dir
doch ich kann dich nicht sehen kann nicht verstehen was geschieht
und ob's dich noch gibt in mir
jetzt kann ich es sehen jetzt kann ich verstehen es geschieht dass ich erfrier in mir

Ich suche die Nähe die einst von dir kam als du bei mir warst
ich finde nur Kälte in deinem Arm seitdem ich hier war
deine Augen sehen mich nicht mehr denn sie sehen nicht mehr her
nichts ist wie es einmal war
was ist passiert mit uns denn wir verlieren uns schnell will ich wieder zu dir

Chorus:
Lass mich frei lass mich allein
ich geh hier ein kann nicht sehen wie du weinst
geh den Weg mit der Zeit lieber allein
Lass mich frei lass mich allein
ich seh' dich leiden wie es dich zerreißt
geh den Weg der so weit ist am besten allein

Das Haus das mich hütet die Knospen und Blüten sind finster und kalt
der Stoff den ich trage von schneeweißer Farbe verschnürt mir den Hals
Ich würde gern schreien mich von allem befreien zum Sprengen der Ketten der Angst
doch alles was Hoffnung bringt liegt in der Ferne wie Sterne ich breche zusammen

Das Haus das dich hütet schreibt Kummer und Leid wenn ich dich seh'
und Dunkelheit breitet sich aus in meinem Geist auch wenn ich Licht seh'
der Stoff den du trägst ist noch weißer als Schnee es sind Fesseln die nie mehr vergehen
ich suche doch find dich nicht stelle mich hinter dich wie lange muss ich noch flehen

Stimmen die rufen denn hinter den Fluten aus Tränen und Schmerz
treff' ich dich wieder ich möchte dich wieder als Seele und Herz
das endlose Leid sei endlich vorbei und Wärme kommt in mir auf
das was ich brauch’ kommt langsam hinauf Zweisamkeit nimmt ihren Lauf

Ich weiß wo du bist und ich eile herbei denn es fügt sich
der Stoff legt sich langsam herab auf mein' Geist und verschnürt sich
das Feuer das glüht ist nie wieder trüb die Flammen sind stärker denn je
ich brauche nichts anderes brauche kein anderen bleib mit dir ewig im Schnee

 
10 - Gaudete nach oben
 

Gaudete, gaudete, gaudete, gaudete

Tempus adest gratiae hoc quod optabamus
carmina laeticiae devote redamus

Deus homo factus est natura mirante
mundus renovatus est a christo regnante

Chorus:
Gaudete christus est natus
ex maria virgine gaudete

Ezechiellis porta clausa pertransitur
unde lux est orta salus invenitur

Ergo nostra concito psallat iam in lustro
benedicat domino salus regi nostro

 
12 - Tanz mit mir nach oben
 

Tanz mit mir ich tanz mit dir
Ja spiel mit mir ich spiel mit dir
Tanz mit mir ich tanz mit dir
Ja spiel mit mir ich spiel mit dir

Der Bräutigam sucht seine Braut
der Neonschein auf nackter Haut
er will das Weib so reif doch zart
sein Geist ist willig sein Fleisch ist hart

Steht nie allein am Wegesrand
sie zahlt den Zehnt in fremde Hand
die Straße lang die Auswahl groß
sein letztes Hemd für einen Stoß

Sein Beutel leer vom Drang befreit
der Nächste kommt sie ist bereit
die Nacht war gut das Spiel war heiß
ein schneller Fick hat seinen Preis

 
13 - Mente Capti nach oben
 

Ich werde nicht auferstehen nicht über Wasser gehen
war blind kann endlich wieder sehen lass uns auf die Reise gehen

Pre-Chorus:
Zu wenig Zeit die mir verbleibt
entfach das Feuer eh's mich in die Kälte treibt
zu wenig Zeit zu spät gesehen zu spät bereut
es fällt mir schwer es zu verstehen

Ich habe immer nur an mich gedacht
mit meiner Art vieles kaputt gemacht
ich kann den Zeiger nicht mehr rückwärts drehen
muss endlich lernen in den Spiegel zu sehen

Rap:
Ich habe mich belogen hab mich jeden Tag betrogen
denn ich fühle mich immer wieder verraten und verkauft
ich bin weit fort weit weg und plötzlich will ich wieder zu dem einen Punkt zurück
ich halt es so nicht länger aus

Chorus:
Ich werde nicht auferstehen nicht über Wasser gehen
lange hab ich nichts gesehen lass uns auf die Reise gehen
ich werde nicht auferstehen nicht über Wasser gehen
war blind kann endlich wieder sehen lass uns auf die Reise gehen

Ein Wort der Reue kam mir nie in den Sinn
hab nun begriffen welch ein Tor ich bin
die heiße Glut sie beginnt zu schwinden
hilf mir die eine in mir wieder zu finden

 
15 - Ein Märchen? nach oben
 

Der alte Greis die Haut so grau
er kommt heraus aus seinem Bau
ihn dürstet heut nach frischem Fleisch
er muss es haben und zwar gleich
zum Garten geht er dort erspäht er
voller Freude seine Beute

Den kleinen Engel sanft und rein
auserwählt die Braut zu sein
als er die zarte Unschuld sieht
der Trieb durch seine Lenden zieht
in seinem Blick da brennt die Gier
und schon erwacht in ihm das Tier

Chorus:
Ein Stück vom Glück will ich dir geben
will schenken dir ein neues Leben
Dinge, die du nie gesehen
ich zeig sie dir musst mit mir gehen

Der Engel spricht: ich darf nicht gehen
der volle Mond ist fast zu sehen
die dunkle Nacht sie birgt Gefahr
es schläft die ganze Engelsschar

Das Tier wird wild es kann nicht warten
und zerrt den Engel aus dem Garten
zum Walde hin und tief hinein
hier kann er weinen und auch schreien
in seinem Blick da brennt die Gier
und schon erwacht in ihm das Tier

Im tiefen Tann sein Werk beginnt
er wirft sich lüstern auf das Kind
und merkt nur kurz dass es nicht weint
es starrt zum Mond der voll erscheint

Das Kindlein ist nicht mehr allein
die Kraft der Nacht fährt in es ein
in Engelsaugen hat er geblickt
dann hat der Engel ihn gefickt

Der Alte hat es nicht erwartet
dass der Engel so entartet
besessen von uralten Mächten
beginnt das Kind den Greis zu schächten
in seinem Blick erlischt die Gier
es ist vorbei mit diesem Tier

 
17 - Pank! nach oben
 

Des nächtens hör ich Stimmen rufen
die mich und meine Art verfluchen
hinter vorgehaltner Hand
geht mein Name durch das Land
schlechter Atem allerorten
getötet wird und das mit Worten
aus Hass und Neid und Niedertracht
ist deine schnöde Welt gemacht
du wolltest uns zum Schweigen bringen
doch Freiheit kann man nicht bezwingen

Chorus:
Schenken, Scheißen, Schubkarren schieben
wird mit S C H geschrieben
unsere Freiheit ist das Wort
sie wischt die bösen Zungen fort
Schenken, Scheißen, Schubkarren schieben
glaubt es nur, wir sind durchtrieben
unsere Freiheit ist das Wort
unsere Wahrheit Melodie

Du glaubst du kennst mein wahres Ich
da liegst du falsch, du Arschgesicht
du solltest in den Spiegel sehen
dort wird dein eigner Albtraum stehen
Schau ihn dir an, den bösen Mann
die Nase von den Lügen lang
bist du es nicht was dich so quält
dein Spiegel hat es mir erzählt
Ich folge dir in deinen Traum
in deinem Kopf mein Haus zu bauen

Ich mach mich gerne unbeliebt
denn eins zählt nur: die Frechheit siegt

 
18 - Zweiundzwanzig Jahre nach oben
 

Der Himmel voller Geigen und dass das ganze Jahr
wir wollen zusammen bleiben das war uns beiden klar
bis dass der Tod euch scheidet so begann das ganze Spiel
da gibt es aber eines was ich dir sagen will

Chorus:
Du hast mir meine Zahnpasta schon wieder geklaut
dafür hab ich dir heut morgen deinen Kaffee versaut
die Kohlrouladen die du machst sind widerlich
doch die Königsberger Klopse die liebe ich

Neulich habe ich mal wieder in den Schrank gesehen
meine Flickenjeans war weg das konnt' ich gar nicht verstehen
als ich dich danach fragte hast du mich ausgelacht
die passt eh nicht mehr ich hab sie auf den Müll gebracht

Du sagtest ich sollte lieber Schwimmen gehen
denn der Anblick meiner Wampe der sei gar nicht schön
ich habe mir dann heimlich lachend vorgestellt
dein Kleid hat Ähnlichkeit mit einem Zirkuszelt

Ich freue mich darauf wenn wir im hohen Alter sind
ich versteck dir deine Dritten in einem alten Spind
die Vorfreude darauf die hat sich dann doch schnell gelegt
als ich merkte du hast ja meinen Krückstock angesägt

Der eitel Sonnenschein herrscht nicht das ganze Jahr
die Geigen klingen manchmal schief doch das ist mir egal
wenn ich dein Lächeln sehe weiß ich es ist es wert
das Leben mit dir teilen mein Honigkuchenpferd

Ich liebe es wenn du mir meine Zahnpasta klaust
und mir ab und an kräftig auf die Finger haust
die Königsberger Klopse sind gar königlich
doch die Kohlrouladen die du kochst die hasse ich
... und deine Liebe die brauche ich

 
19 - Rabenballade nach oben
 


Auf einem Baum 3 Raben stolz oh weh oh weh oh Leid oh weh
Auf einem Baum 3 Raben stolz
Sie war'n so schwarz wie Ebenholz sie war'n so schwarz wie Ebenholz

Der eine sprach: Gefährte mein wo soll die nächste Mahlzeit sein
In jenem Grund auf grünem Feld
ruht unter seinem Schild ein Held ruht unter seinem Schild ein Held

Seine Hunde liegen auch nicht fern sie halten Wacht bei ihrem Herrn
seine Falken kreisen auf dem Plan
kein Vogel wagt es ihm zu nah'n kein Vogel wagt es ihm zu nah'n

Da kommt zu ihm ein zartes Reh ach das ich meinen Liebsten seh
Sie hebt sein Haupt von Blut so rot
Der Liebste den sie küsst war tot der Liebste den sie küsst war tot

Sie gräbt sein Grab beim Morgenrot am Abend war sie selber tot
Ach großer Gott uns allen gib
solch Falken solche Hund solch Lieb solch Falken solche Hund solch Lieb.